Iliosakralgelenk  


Was ist das Iliosakralgelenk und warum verursacht es Schmerzen?



Dr. Pascal Pudek | Praxishoch3

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Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für einen orthopädischen Arztbesuch. Viele Betroffene denken dabei sofort an einen Bandscheibenvorfall. Tatsächlich steckt jedoch in vielen Fällen eine andere Struktur dahinter: das Iliosakralgelenk (ISG).


Schätzungen zufolge können bis zu 20–30 % der Schmerzen im unteren Rücken ihren Ursprung im Iliosakralgelenk haben. Trotzdem bleibt diese Ursache häufig lange unerkannt.

Was ist das Iliosakralgelenk?

Das Iliosakralgelenk verbindet das Kreuzbein (Sacrum) mit den Darmbeinschaufeln des Beckens (Ilium). Es bildet damit die zentrale Verbindung zwischen Wirbelsäule und Becken.


Obwohl es nur wenige Millimeter Bewegung zulässt, hat das Gelenk eine entscheidende Aufgabe:

Es überträgt die gesamte Kraft zwischen Oberkörper und Beinen – bei jedem Schritt, beim Sitzen, Aufstehen oder Heben.


Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht, kann es zu Reizzuständen oder funktionellen Blockaden kommen.

Symptome einer ISG-Problematik

Schmerzen im Iliosakralgelenk haben oft ein charakteristisches Muster:


  • tiefer Schmerz im unteren Rücken, meist einseitig
  • Ausstrahlung ins Gesäß, manchmal bis in den hinteren Oberschenkel
  • Schmerzen beim längeren Sitzen oder beim Aufstehen


Viele Patienten zeigen instinktiv mit einem Finger genau auf die schmerzhafte Stelle über dem Gelenk – ein typischer Hinweis auf ein ISG-Problem.

Warum entstehen Schmerzen im Iliosakralgelenk?


Das Iliosakralgelenk wird durch ein komplexes Zusammenspiel aus Bändern, Muskeln und Faszien stabilisiert. Schon kleine Veränderungen in diesem System können Beschwerden auslösen.

Häufige Ursachen sind:

  • einseitige Belastungen im Alltag oder Sport
  • Fehlhaltungen und langes Sitzen
  • muskuläre Dysbalancen im Becken- und Rumpfbereich
  • Veränderungen nach Schwangerschaft oder Geburt
  • Reizzustände nach Stürzen oder Verdrehungen
  • degenerative Veränderungen mit zunehmendem Alter


Gerade weil viele Strukturen im unteren Rückenbereich ähnliche Schmerzen verursachen können, ist eine gezielte orthopädische Untersuchung besonders wichtig.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich ein ISG-Syndrom sehr gut konservativ behandeln.


Wichtig ist dabei immer eine individuell abgestimmte Therapie, die nicht nur die Symptome behandelt, sondern auch die zugrunde liegende Ursache.

Je nach Ursache können verschiedene Maßnahmen sinnvoll sein, u.a.:

Mobilisierung

Manuelle Mobilisation und Eigenmobilisation des Iliosakralgelenks

Stabilisierung

Gezielte Stabilisationsübungen für Rumpf und Becken

Entzündungshemmende Therapie

Unzerschiedliche Möglichkeiten je nach Ursache

Physikalische Maßnahmen

Stoßwellentherapie, Wärme, Massagen,…

Infiltration

Bei stärkeren Beschwerden präzise ultraschallgezielte Infiltrationen des Gelenks

Rückenschmerzen müssen kein Dauerzustand sein

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben – häufig steckt jedoch das Iliosakralgelenk (ISG) dahinter. 
Mit einer gezielten orthopädischen Untersuchung lässt sich rasch klären, ob ein ISG-Syndrom vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.


Vereinbaren Sie gerne einen Termin, um die Ursache Ihrer Rückenschmerzen abklären zu lassen. 



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Dr. Pudek | Praxishoch3

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